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Freistaat - Bayern
Wir wollen Teutsche sein und Bayern bleiben. Dieser Satz König Ludwigs I. hat programmatischen Charakter für seine Landsleute.
Nicht nur derbe bayrische Volksfeste, auf denen das Bier in großen Maßkrügen gereicht, süßer Senf auf Weißwürste geschmiert wird und trachtengewandete Frauen und Männer, die zu Musik von Gitarre und Fidel jodeln oder einen Schuplattler aufführen, kennzeichnen das Bild bayrischer Kultur. Selbst die Volkskunst und Volksmusik sind differenzierter: Gejodelt wird nur in Südbayern, in der Oberpfalz hingegen werden Zwiefache getanzt.
Aber auch offizielle Hochkultur ist allerorten anzutreffen. Der Bamberger Reiter entstand um 1230 und ist das erste Reiterstandbild seit der Antike. Überall findet der Besucher Baudenkmäler wie die Steinerne Brücke und den Dom in Regensburg, Burg und St.-Lorenz-Kirche in Nürnberg oder die prunkvolle barocke Wieskirche.
Zentrum ist die Landeshauptstadt München mit einer lebendigen Theaterlandschaft, dem Kulturzentrum Gasteig und zahlreichen Gemäldegalerien. Prunkstück der Bayrischen Staatsgemäldesammlungen ist die Alte Pinakothek. Sie beherbergt eine Kollektion alter deutscher Meister, die größte Rubenssammlung der Welt sowie hervorragende Werke italienischer Meister.
Bayern bietet eine einfalls- und abwechslungsreiche, regional unterschieliche Küche, zu nennen sind hier: Bayreuther Klöße, Bergkäse, Blaue Zipfel, Briesmilzwurst, Dampfnudeln, Gansjung, Kaiserschmarrn, Leberkäs, Leberknödelsuppe, Nürnberger Bratwürste, Obatzta, Reiberdatschi, Schmorbraten mit Klößen, Schweinebraten, Schweinshaxn, Schupfnudeln, Tellerfleisch mit Kren, Weißwürste
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