Nordrhein - Westfalen

Vorurteile beinhalten häufig einen Kern Wahrheit: Den Westfalen wird Sturheit und Schwerfälligkeit, aber auch eine positive Verbissenheit nachgesagt, die Rheinläder sind angeblich lebenslustig und etwas leichtsinnig. Im Ruhrgebiet sind die Menschen offenherzig und ein wenig rauh und züchten mit Vorliebe Tauben und Kaninchen. Der Westfale ißt Knochenschinken zum Abendbrot und trinkt dazu Korn und Bier, der Rheinländer tut sich an Reibekuchen und Kappes gütlich und im Bergischen Land gibt es nachmittags Reisbrei mit Zimt oder Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne zum Kaffee..
 
Lange Zeit galt Nordrhein-Westfalen als kulturelles Entwicklungsland. Heute hat sich das geändert: Die Vereinten Nationen bezeichnen die Region um Rhein und Ruhr in einer Studie als eine der wichtigsten Kulturlandschaften der Welt. Interessant ist dabei die Vielfalt. Es gibt Baudenkmäler von der Römerzeit bis hin zu modernster Architektur, vom Archälogischen Park in Xanten über den Dom in Paderborn, die Wasserburgen im Münsterland, das Rokokoschloß in Düsseldorf-Benrath, den KöLner Dom, die Industriearchitektur im Ruhrgebiet bis hin zu den Museumsneubauten in Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach.
 
Nordrhein-Westfalen besitzt 99 Theater- und 15 Opernbühnen. Nicht alle Bühnen sind so bekannt wie das Sprechtheater in Bochum oder das Tanztheater in Wuppertal. Die Kleinstadt Moers ist jährlich zu Pfingsten das Mekka der Anhänger des modernen Jazz. Die Museumslandschaft ist vielfältig, vom Ruhrlandmuseum in Essen bis zum Museum Ludwig in Köln, das sich zu einer erstrangigen Kunststadt gemausert hat. Köln ist zu dem wichtiger Mediestandort.
 
Typische Gerichte sind: Aachener Printenauflauf, Bottroper Weißkohl, Burger Brezeln, Paderborner Buttermilchsuppe, Rauchfleischtopf, Sauerländer Erbsensuppe, Schinken, Schwarzbrotpudding, Wetsfälischer Eintopf.

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