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Das Heilwissen von Nonnen und Mönchen war im Mittelalter begehrt. Hinter hohen Klostermauern bauten sie in ihren Gärten Heilpflanzen an, mit denen sie Krankheiten behandelten. Ein Wissen, das in den vergangenen Jahrhunderten immer mehr verloren ging.
Was viele Skeptiker für Unsinn halten, hat einen ernsten wissenschaftlichen Hintergrund. Forscher der Universität Würzburg untersuchten alle Heilpflanzen, die in mittelalterlichen Klosterschriften beschrieben wurden. Altes Klosterwissen, von dem die moderne Heilkunde profitiert, wenden auch verschiedene Arzeneimittelhersteller an.
Wer Heilkräuter anwenden will, sollte sie nicht einfach so in freier Natur pflücken. Einige wie zum Beispiel Arnika, stehen unter Naturschutz, andere sind leicht mit giftigen zu verwechseln, wie etwa Bärlauch das dem giftigen Maiglöckchen ähnelt. Deshalb sollte man die Kräuter in den einschlägigen Einrichtungen kaufen und sich auch entsprechend beraten lassen. Sie wissen doch: Nebenwirkungen erfragen...
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Artischocke: Ihr Herz ist eine leckere Delikatesse. in der Heilkunde werden jedoch die Blätter genutzt. Denn ihre Stoffe regen den Gallenfluß an, führen so zu einer besseren Fettverdauung. Der Bitterstof Cynarin soll zudem eine Leber schützende Wirkung haben.
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Baldrian: Seit jeher ist Baldrian für seine beruhigende Wirkung bei Einschlafstörungen bekannt. Im Gegensatz zu chemischen Einschlafmitteln macht es nicht abhängig. In der Heilkunde wird nur die Wurzel verwendet, weil sich in ihr die Hauptwirkstoffe befinden. Baldrian hat aber auch eine wundheilende Wirkung.
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Fenchel: Nicht nur die Knolle wird genutzt, auch die Früchte beziehungsweise Samen des Fenchelkrautes. Ihr Öl wirkt krampf- und schleimlösend, entzündungshemmend, harntreibend. Hilft bei Katarrhen der oberen Atemwege, Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl.
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Hopfen: Es waren tatsächlich Mönche, die im 8. Jahrhundert auf die Idee kamen, Hopfen für die Bierzubereitung zu nutzen. Die Hopfenzapfen haben aber auch eine heilende Wirkung - bakterienhemmend, beruhigend und schlaffördernd. Hopfentee hilft bei Unruhe- und Angstzuständen.
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Kamille: Ihre Blüten enthalten ätherische Öle, die beruhigend, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd wirken. Hilft bei Haut-, Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen sowie bei Krämpfen und entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen.
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Lavendel: Schon im Mittelalter hängte man Lavendelsträuße gegen Ungetziefer in den Schrank. Die Blüten besitzen ätherische Öle, die beruhigend wirken. Als Tee hilft er bei Nervosität und Unruhe, äußerlich regt das Öl den Kreislauf an und fördert die Durchblutung.
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Petersilie: Sie gilt heute als typische Küchenpflanze, dabei helfen Petersilienkraut und Wurzeln in Teeform zur Durchspülung der Nieren bei Harnwegserkrankungen und zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sie sich als nützlich erwiesen.
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Ringelblume: Ihre Blüten enthalten eine Vielzahl heilender Stoffe, deren Wirkmechanismen bis heute noch nich vollständig geklärt wurden. Ihre entzündungshemmende Wirkung kann die Wundheilung unterstützen - wie bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
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Rosmarin: Die nadelförmigen Blätter haben eine schwach bakterien- und virenhemmende Wirkung. Das aus ihnen gewonnene Öl regt an und ist durchblutungsfördernd. Hilft bei Verdauungsbeschwerden und krampfartigen Magen-, Darm- und Gallenstörungen.
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Salbei: Die Blätter wurden früher gern als Zahnbürste benutzt, was aus heutiger Sicht Sinn macht. Denn sie enthalten Öe und Stoffe, die bakterien- und virenhemmend sind. Sie helfen bei Entzündungen im Mund und Rachenraum, wirken verdauungsfördernd und schweißhemmend.
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Stiefmütterchen: In der Heilkunde wird sein blühendes Kraut verwendet. Seine Inhaltsstoffe haben eine entzündungshemmende kortisonähnliche Wirkung. Hilft bei leichten Hauterkrankungen (wie Akne, Ekzeme) und Milchschorf bei Kleinkindern.
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Thymian: Thymiankraut ist reich an ätherischen Ölen. Sie lösen Hustenkrämpfe sowie Schleim in den Bronchien, bekämpfen Bakterien undViren. Hilft bei Erkrankungen der oberen Atemwege, Bronchites und Keuchhusten. BEliebt ist die Einnahme als Tee.
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