Saarland

Zunächst ist der Saarländer mal fröhlich, sagt ein Saarländer aus Sulzbach, der Schriftsteller Ludwig Harig. Adolph Freiherr von Knigge schrieb nach seinem Besuch in Saarbrücken 1972: In Saarbrücken selbst habe ich die Leute immer sehr gesittet und gegen Fremde zuvorkommend und gastfrei gefunden.
 
Dem Saarländer wird vielerlei Positives nachgesagt. Er sei etwas behäbig und zurückhaltend, dabei sehr freundlich und trotzdem immer zu einem Gespräch bereit. Nachmittags sitzen die Dorfbewohner vor ihren Häusern, die Stadtbewohner in Cafes, unterhalten sich in ihrem schwer zu verstehenden Dialekt und bereiten sich auf ein reichhaltiges, französisch beeinflußtes Abendessen vor. Arbeiten wie die Deutschen und leben wie die Franzosen, mit diesem Sprichwort wird die saarländische Lebenshaltung vielleicht am besten charakterisiert.
 
In seinem Werk Dichtung und Wahrheit schrieb Johann Wolfgang von Goethe: Wir gelangten über Saargemünd nach Saarbrücken und diese kleine Residenz war ein lichter Punkt in so felsig waldigen Lande. Die Stadt klein und hügelig, aber durch den letzten Fürsten wohl ausgeziert, macht sogleich einen angenehmen Eindruck.
 
Die Hauptstadt des kleinen Bundeslandes ist gleichzeitig das kulturelle Zentrum des Landes. Wichtig sind das Saarland-Museum mit morderner Galerie und Alter Sammlung sowie die barocke Ludwigskirche. Das Saarländische Staatstheater bietet mit Oper, Operette, Ballett und Schauspiel ein breitgefächertes Programm. Höhepunkt im kulturellen Jahreskalender ist das Festival Saarländischer Sommer, ein Kultur- und Ferienprogramm mit etwa 700 Einzelveranstaltungen.
 
Saarländische Gerichte: Broodgrumbeere; Dibblelabbes, Grumbeersupp, Grumbeerkiechelscher, Lyoner, Schinkeln.

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