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Freistaat - Sachsen
Einmal ein Sachse, immer ein Sachse, schrieb der in Leipzig geborene Schriftsteller Erich Loest. Sachsen sind leicht zu erkennen, jedenfalls sobald sie zu sprechen beginnen. Als lieblich, harmonisch und anheimelnd bezeichnet Erich Loest das Sächsische.
Sachsen ist reich an kulturellen Traditionen. Hierfür stehen beispielsweise das Elflorenz genannte Dresden und die Buchhandelsstadt Leipzig. In Dresden locken Zwinger, Semperoper, Frauenkirche und Schloß Pillnitz, in Leipzig Gewandhaus, Thomaskirche und das Völkerschlachtdenkmal. Natürlich hat das Land Sachsen weitaus mehr Kulturstätten zu bieten, all diese aufzuzählen würde durchaus den Rahmen sprengen.
Sachsen war lange ein Zentrum deutscher Bildung und Kunst. Die alte Residenzstadt Meißen ist seit jahrhunderten weltberühmt für die Arbeiten der staatlichen Porzellanmanufaktur. In Leipzig wirkte ab 1723 bis zu seinem Tod 1750 Johann Sebastian Bach als Kantor der Thomaskirche. Später arbeitete Felix Mendelssohn-Bartholdy als Direktor des Gewandhauses und erster Leiter des Konservatoriums in Leipzig. Auch Dresden verfügt über eine große Musiktradition. Carl Maria von Weber war Leiter der Deutschen Oper und schuf dort seinen Freischütz, das Hauptwerk der deutschen Romantik. Richard Wagner schrieb in Dresden seine beiden romantischen Opern Tannhäuser und Lohengrin, mußte aber die Stadt wegen seiner Beteiligung am gescheiterten Dresdner Maiaustand von 1848/49 verlassen. Auch die Künstlergruppe Die Brücke, in der Maler wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff engagiert waren, wurde 1905 in Dresden gegründet.
Landestypische Spezialitäten: Ardeppelbrei und Brotharich, Dresdner Stollen, Kuttelfleck süßsauer, Leipziger Suppentopf, Meißner Wurzelkrapfen, Mohnspielen, Wild mit Klößen.
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