Schleswig - Holstein

Den typischen Schleswig-Holsteiner gibt es allein schon deshalb nicht, weil nach dem Zweiten Weltkrieg unzählige Flüchlinge aus Pommern, Mecklenburg und anderen Ostgebiten die Bevölkerungsstruktur des Bundeslandes gründlich umkrempelten. Trotz unterschiedlicher Herkunft haben die Einwohner etwas Gemeinsames, sie werden vom Meer, der rauhen Landschaft, der Einsamkeit in den ländlichen Gebieten geprägt. Sie gelten als ruhig, manchmal etwas dröge, sprechen nicht viel und verbergen ihr Inneres hinter einer rauhen Schale. Dafür sind Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft die größten Tugenden. Man bleibt in fast allen SItuationen norddeutsch-kühl und drückt seine Begeisterung häufig durch zweimaliges leichtes Kopfnicken aus.
 
Das kulturelle Angebot in Schleswig-Holstein ist breit gestreut. Aushängeschild ist das Schleswig-Holstein-Musikfestival, eine der größten Veranstaltungen mit klassischer Musik in Europa. Seit 1986 findet alljährlich in den Sommermonaten eine Überfülle von Konzerten unter prominenter Beteiligung in zahlreichen großen und kleinen Städten des Landes statt. Hinzu kommen Musikfeste, öffentliche Proben und Meisterkurse für Nachwuchsmusiker.
 
Schleswig-Holstein ist auch reich an Bauten und Kunstdenkmälern vergangener Jahrhunderte. Lübeck, dessen Altstadt von der UNESCO als Weltkulturgut ausgewiesen wurde, lockt nicht nur Literaturbegeisterte, die auf Spuren von Heinrich und Thomas Mann wandeln, sondern auch Freunde der Architektur, die Holstentor, Bürgerhäuser, die zahlreichen Kirchen sowie die mittelalterlichen Gänge und Höfe bewundern wollen.
 
Landestypische Gerichte: Brägenwust, Eintöpfe, Fischgerichte, Flensburger Aalsalat, Friesischer Kohltopf, Grotpes, Kalte Aalroulade; Labskaus, Mehlbuddel und Schwarzsauer,

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